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Neues Saison, neue Ziele: Weniger Triathlon, mehr Laufen!

Triathlon Fahrrad fahren

Dieses Jahr wird anders als meine bisherigen Triathlon-Erfahrungen. So musste ich aus verschiedenen Gründen erneut umplanen und habe jetzt zumindest einige Wettkämpfe gefunden. Doch welche? 

Noch nie war eine Planung für eine Saison so schwierig wie in diesem Jahr. In den letzten Monaten habe ich gemerkt, dass ich ohne Ziele oder Anmeldungen ziemlich durchhänge. Ich kann mich nur schwer motivieren und habe immer eine Ausrede gefunden, warum ich nicht ins Training gehen muss. Doch jetzt heißt es: Training, Training, Training und Schluss mit Faultier-Dasein. Die ersten Anmeldungen sind getätigt!

Mainz? Ich komme!

Mein erstes größeres Ziel für 2017? Ich werde am 7. Mai beim Gutenberg Marathon Mainz über die Halbmarathon-Distanz an den Start gehen und Saucony, die dort Sponsor sind und das Projekt Triathlove seit Beginn an unterstützen, vertreten! Für mich der erste Halbmarathon überhaupt. Als ich dem ein oder anderen davon erzählt habe, hieß es: „Du meinst ohne Schwimmen und Rad fahren vorher?“ Nein, ich meine auch so mein erster Halbmarathon. Beim Erlanger Triathlon war die Mitteldistanz nämlich „nur“ mit 20 Kilometern Laufen am Ende. Zwar weiß ich, dass ich eine solche Distanz also ohne vorherige Belastung schaffen kann, doch auch das muss man erst einmal schaffen.

Warum gerade Mainz und nicht in Frankfurt? Der Frankfurter Halbmarathon ist bereits Geschichte und meine Ziele waren gar nicht planbar bis ich überhaupt hätte in eine Vorbereitung hätte starten können. Klar, wäre es ganz schön gewesen, ein „Heimspiel“ zu laufen. Doch bereits im vergangenen Jahr war ich beim Mainz Marathon zum Zuschauen und fand die Atmosphäre sehr schön. Das, was mich besonders überzeugt hat: Zuschauer können die Läufer ohne großen Aufwand – außer ein paar Kilometer zu Fuß – bis zu vier Mal sehen. Was will man als Läufer/in mehr? Das ist super schön, dass man so seine Begleiter relativ häufig sehen kann und weiß: Bald kommen sie wieder. So entstehen erst gar keine mentalen Tiefs, hoffe ich zumindest.

Vorbereitung gestartet!

Doch wie erreicht man ein solches Ziel überhaupt? Habe ich einen Trainer? Nein, den habe ich nicht. Ich denke, dass ich mittlerweile ganz gut weiß, was ich mir zutrauen kann und was nicht. Dank netter Twitter-Hilfe habe ich einen Halbmarathon-Plan aus einem Marathon-Buch bekommen, den ich auf meine Verpflichtungen und anderen Trainingseinheiten ein klein wenig angepasst habe.

Und das Schöne: Eine Freundin hat sich dazu entschlossen, sich auch anzumelden und mich „ins Ziel zu bringen“. Da freue ich mich besonders drauf, dass ich den Lauf nicht alleine absolvieren muss, sondern eine bekannte Person an meiner Seite habe, die bereits einige Marathon-Wettkämpfe absolviert hat und ich von ihrer Erfahrung profitieren kann.

Und was ist mit dem Triathlon?

Ja, das mit dem Triathlon ist in diesem Jahr so eine Sache. Ich habe, wie ihr ja mittlerweile sicherlich mitbekommen habt, einen neuen Job, bei dem ich auch ab und an am Wochenende arbeiten muss. Ich habe neben dem Sport noch andere Hobbys – auch die finden samstags oder sonntags statt. Dann kommen noch andere Verpflichtungen wie Hochzeiten dazu, die ich nicht verpassen möchte und irgendwann möchte ich auch noch Urlaub machen. Tja, wann soll ich da noch großartig für einen Mitteldistanz-Triathlon trainieren? Und ohne Training an den Start gehen? Nein, auch das möchte ich nicht.

So habe ich mich schweren Herzens dazu entschlossen, meinen verkauften MD-Platz nicht zu ersetzen und in diesem Jahr auf größere Triathlon-Ziele zu verzichten. Ich möchte mir einfach keinen Stress machen, denn Triathlon ist für mich Ausgleich und Spaß. Durch diese vielen anderen Termine geht für mich der Spaß daran verloren, weil ich ständig das Gefühl hätte, ich würde mit dem Training hinterher hängen oder irgendetwas vernachlässigen. Solange ich den Sport aus Spaß mache und nicht, weil ich damit mein Geld verdiene, ist diese Entscheidung für mich absolut vertretbar – auch wenn der ein oder andere das sicherlich anders sehen mag.

Das schöne Gefühl der Vorfreude

Doch mit Blick auf meinen ersten Halbmarathon im Mai, sind diese Gedanken und die Enttäuschung über wenige Triathlon-Wettkämpfe schon wieder verzogen. Ich muss ja zugeben: Meine Vorfreude ist jetzt schon sehr groß. Endlich habe ich wieder ein Ziel, das mich motiviert. Endlich habe ich wieder einen Grund, meinen Hintern auch zu doofen Zeiten aus dem Bett zu quälen und endlich habe ich auch keine Ausreden mehr. Jetzt heißt es nur noch: durchbeißen und gesund bleiben. Dann steht meinem ersten großen Ziel in diesem Jahr nichts mehr im Wege.

Auf dem Weg dorthin warten noch zwei 10-Kilometer-Wettkämpfe, die ich voraussichtlich in Frankfurt absolvieren werde. Wen von Euch würde ich beim „Lauf für Mehrsprachigkeit?“ treffen. So oder so: Ich freu‘ mich drauf!

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5 Comments

  • Reply
    Thomas (Harlerunner)
    16. März 2017 at 21:37

    Hi Ann-Kathrin, mehr laufen? Endlich wirst Du vernünftig… 😉 Ne, Quatsch. Bei mir war es damals genau so: im Studium ist ein Triathlon-Training ja noch gut unterzubringen. Aber mit ’nem Job muss einfach viel davon auf der Strecke bleiben. Bei mir ist schnell „nur“ das Laufen übrig geblieben. Obwohl ich mein Bike echt noch lange in der Garage stehen hatte… War echt schwer das irgendwann abzugeben. Aber so weit ist es bei Dir ja (zum Glück) noch nicht. 😉

    Liebe Grüße

    Thomas

  • Reply
    Katharina
    17. März 2017 at 5:36

    Hallo Ann-Kathrin,
    ich kenne das auch, was du schilderst – neuer Job, andere Trainingszeiten und Möglichkeiten und irgendwie Dauer-Frust, weil nix „so richtig“ klappt. Ich hab wie du dann dieses Jahr einen Gang rausgenommen und fühle mich seitdem total erleichtert. Bei mir ist da der HM in Mainz weggefallen, der sonst ein „fester Punkt im Jahr“ war.
    Den Halbmarathon in Mainz bin ich schon 5 Mal gelaufen und kann ihn auch aus läuferischer Sicht nur empfehlen. Die Stimmung ist toll, die Verpflegung super! Die letzten 4km ziehen sich sehr, aber mit deiner Begleitung werden die auch ein Klacks! Ich wünsche dir viel Spaß!

  • Reply
    Carsten
    17. März 2017 at 11:47

    Hi Ann-Kathrin, auch mir fällt der Einstieg in das Triathlon-Training für die aktuell Saison auch schwer. Triathlon ist einfach ein Full-Time-Hobby. Und die Erkenntnis, dass ich dieses nicht immer 100% ausfüllen kann ist nicht einfach.

    Um dem Triathlon treu zu bleiben reicht vielleicht auch mal die ein oder andere olympische Distanz, die du sicher locker aus der Schulter schütteln könntest, bei der Basis.

    Auf jeden Fall viel Erfolg, bei allem was du dir vorgenommen hast.

    Viele Grüße Carsten

  • Reply
    Lieblingsblogs Folge 60 - Coffee & Chainrings
    22. März 2017 at 19:16

    […] Ein neues Jahr und neue Ziele. Manchmal ist es sinnvoll zu reduzieren, um wieder aufzuschließen. Das bedeutet für Ann-Katrin mehr laufen und (leider) weniger Triathlon. […]

  • Reply
    jens
    6. November 2017 at 22:49

    Finde Triathlon einfach nur genial! Man merkt auch wie beim Schreiben des Beitrags deine Passion mit durchkommt 🙂

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