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Wechseln wie der Weltmeister: Greeper Laces im Test

Na, habt ihr Jan Frodeno beim Ironman Hawaii mal genauer auf die Füße geschaut? Nein? Der Weltmeister setzt auf ein altbewährtes Schnürsenkel-System, die „Greeper Laces“. Da ich oftmals mit anderen Systemen Probleme hatte, habe ich mir die Sieger-Senkel mal genauer angeschaut. 

Wer kennt das nicht, wenn es im Wettkampf schnell gehen muss und man in der Wechselzone nicht unnötig Zeit verlieren möchte. Man setzt auf Schnürsenkel, die man nicht mehr binden muss – doch selten klappt das beim ersten Mal richtig. Zu eng, zu weit, doch wieder zu eng und davon Druckstellen. Ich kann ein Lied davon singen. Doch dann bin ich auf das System von Jan Frodeno gestoßen. Normale Schnürsenkel mit einem Verschluss, der auch schnelles Wechseln ermöglicht.

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Jan Frodeno beim Ironman Hawaii 2015.

Die Greeper Laces gibt es zwar bereits seit einigen Jahren, so gewann Chrissie Wellington damit bereits im November 2010 ein Ironman-Rennen, doch sie überzeugen auch heute noch. Mit 2:11 Minuten in der zweiten Wechselzone war Frodeno mindestens 15 Sekunden schneller als die anderen Top-5-Männer.

Da ich in der vergangenen Wettkampfsaison nie zufrieden mit dem Halt in meinen Schuhen war oder die Schnürsenkel gedrückt haben, scheinen die Greeper Laces eine echt Alternative zu sein. Doch halten sie auch das, was sie versprechen? Wie einfach ist es sie einzufädeln?DSC_0907.JPG

Ich habe mir das relativ unkompliziert vorgestellt und das ist es auch. Im Internet gibt es ein Video, wie man „richtig einfädelt“. Einmal angeschaut, kann man direkt loslegen.

Schritt eins: die alten Schnürsenkel müssen aus den Laufschuhen erstmal raus.

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Schritt zwei: Greeper Laces so einfädeln, wie im Video beschrieben. Das besondere dabei ist, dass man nicht von unten noch oben einfädelt, sondern von oben nach unten. Ich war noch nie sonderlich begabt bei solchen Dingen, aber ich versichere Euch: Das ist wirklich einfach.

Nicht einmal zehn Minuten später bin ich fertig mit einfädeln – und für meinen ersten Testlauf. Wo bislang Schnürsysteme gedrückt haben, nichts. Aus meiner Sicht der größte Vorteil: da die Schuhe geschnürt werden wie mit normalen Schnürsenkeln, kriegt man sofort ein Gefühl dafür, ob ein Schuh zu eng oder zu weit ist – und das nicht erst nach ein paar Minuten. Meine ersten Läufe damit waren super, mal schauen, wie schnell ich in der kommenden Saison in der zweiten Wechselzone unterwegs bin. 🙂

Mit 9,90 Euro pro Paar ist der Preis wirklich fair. Zu erhalten gibt es die Greeper Laces unter anderem bei 3sports.de.

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6 Comments

  • Reply
    Endurange
    17. Januar 2016 at 23:10

    Also ich muss jetzt mal wirklich zugeben … ohne das Video hätte ich nicht verstanden wie die Schnürsenkel funktionieren. Ich hab Deine Bilder sicher ein paar Minuten angestarrt um zu verstehen wie das klappt, aber erst mit dem Video hab ich es wirklich verstanden.

    Sieht aber eigentlich ganz schlau aus. Als Nur-Läufer ist man ja selten in Bedrängnis soetwas zu nutzen (auch wenn ich die Schnellschnürsysteme bei Trail Schuhen gerne mag … vor allem weil keine Schlaufen irgendwo festhängen können) – allerdings sieht das auch „Alltagstauglich“ aus.

    Nur eine Frage bleibt – drückt nicht der Schnellverschluss auf den Fußrücken?

    • Reply
      annkathrinernst
      17. Januar 2016 at 23:16

      Deswegen habe ich das Video verlinkt 🙂
      Nein, wie geschrieben: es drückt tatsächlich gar nichts. Und das war mein bisheriges Problem, das ich damit gelöst habe. Auch für reine Läufer empfehlenswert – vor allem für die, die wie ich gerne schnell in die Schuhe schlüpfen wollen ohne großartiges binden!

    • Reply
      annkathrinernst
      17. Januar 2016 at 23:17

      Noch eine kurze Anmerkung: eine Schlaufe gibt es ja trotzdem am Schnellverschluss. Da müsstest Du in der Tat mal Testen, ob’s für Trail geeignet ist.

      • Reply
        Endurange
        18. Januar 2016 at 0:15

        Da hast Du recht, das hab ich vergessen oben zu schreiben. Ich würde das System auch eher für den Trainingsschuh nehmen, den ich am häufigsten laufe, vllt. sogar dem WK-Schuh, denn eines kann das Teil ganz sicher verhindern. Meine ständige Angst, dass mir im WK mal der Schnürsenkel aufgeht! 😀

  • Reply
    Michael M. (@MagicMike2311)
    19. Januar 2016 at 17:08

    Andere Frage. Wenn sie schon nicht drücken und man sie gut festziehen kann: Kommt man eigentlich auch schnell raus? Im Winter nerven mich die Doppelknoten beim Aufmachen mit klammen Fingern.

    • Reply
      annkathrinernst
      19. Januar 2016 at 17:15

      Meine Erfahrung: ja. Ich bin ein typischer Auszieher ohne Schuhe aufzumachen und ich bin super rausgekommen 🙂

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