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Warum mache ich eigentlich Triathlon und schreibe darüber?

Warum mache ich eigentlich Triathlon?

Als ich am 9. Oktober 2015 auf Big Island saß und meinen ersten Blog-Post verfasste, hätte ich niemals für möglich gehalten, was bis heute aus www.triathlove.de geworden ist.  Doch warum mache ich eigentlich Triathlon und blogge darüber?

Damals startete ich mein „Projekt mit viel Herzblut“, nachdem mich einer meiner Mitreisenden darauf angesprochen hatte, warum ich nicht schon längst einen Blog hätte. Ich studierte Medienwissenschaft – wollte irgendwann Journalistin werden. Ich hatte 2012 mit dem Triathlon-Sport begonnen und schrieb bereits für ein großes deutsches Triathlon-Magazin als freie Mitarbeiterin Texte und bekam meist das Feedback, dass mein Triathlon-Umfeld mehr meiner Texte lesen wolle. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, sagte er und verwies mich darauf, dass wir zum Ironman Hawaii vor Ort seien und es keine bessere Chance dafür gäbe. Damit sollte er Recht behalten.

Meine damaligen Bedenken: Was ist, wenn ich mal nicht die Zeit dafür finde? Was sagen meine Leser/innen dazu? Bedenken, die ich nicht hätte haben sollen. „Wenn die Leute deine Texte gerne lesen, verzeihen sie es dir auch, wenn mal eine gewisse Zeit kein neuer Text kommt“, sagte er schon damals. Recht hatte er. Denn seitdem ich als Festangestellte an einen festen Tagesablauf gebunden bin, schaffe ich die Balance aus Arbeit, Sport und Blog kaum noch. Doch mein Wunsch, irgendwann als Journalistin zu arbeiten, hat sich bestätigt – auch wenn ich damals nicht erwartet hätte, dass die Umstellung auf einen geregelten Tagesablauf so schwierig werden würde.

Warum mache ich eigentlich Triathlon?

Eine Frage, die aktueller nicht sein könnte. Beruflich ist es aktuell stressig, meine Akkus abends leer, wenn ich nach Hause komme. Quäle ich mich nochmal raus? Sollte ich meinen Rhythmus ändern und zum Earlybird werden oder wird sich das alles schon irgendwie einpendeln? Die Frage nach dem Sinn macht sicht breit. Warum mache ich eigentlich Triathlon? Und warum tue ich mir das an, ab und an auch mal meinen Blog zu pflegen – häufiger ist es aktuell ja leider nicht. Warum? Ganz einfach: Weil ich diese Sportart mehr als lieb gewonnen habe. Ich schwimme nicht nur gerne, ich fahre auch gerne Rad oder Laufe meine Kilometer am Main entlang. Ich überwinde gerne meine ganz persönlichen Grenzen und arbeite darauf hin besser zu werden.

Fit wie ein Turnschuh? Das war ich nie und das werde ich auch niemals sein. Als Kind habe ich erst Leichtathletik gemacht, später voltigiert. Aufgrund des Studiums habe ich letzteres an den Nagel gehängt und habe angefangen ins Fitnessstudio zu gehen. Irgendwann wurde auch das langweilig. Durch Zufall bin ich zu dieser Zeit an einen Helferjob beim Ironman Frankfurt bekommen – und ich war sofort Feuer und Flamme mit dieser Sportart. Bis heute ist es für mich absolut faszinierend, morgens am Langener Waldsee zu stehen und die vielen tausend Sportler zu sehen, wie sie sich teils 15 Stunden über die Langdistanz quälen.

Faszination Triathlon 

Aus dieser Faszination heraus ist für mich die Begeisterung für den Sport entstanden und bis heute geblieben. Ich mache Triathlon, weil es mir Spaß macht. Nicht, weil ich irgendwann mal irgendwo gewinnen könnte. Im Gegenteil. Meist bin ich in der Tabelle ziemlich weit hinten zu finden. Doch genau das ist es, was es für mich ausmacht. Menschen zu zeigen, dass man nicht unbedingt eine Sport-Maschine sein muss, um Triathlon zu betreiben. Triathlon kann jeder! Egal, ob groß oder klein, dick oder dünn, jung oder alt. Es gehört nur die gewisse Portion Mut dazu, das Durchhaltvermögen, um auch mal schwierige Situationen oder Durststrecken zu überwinden und der Wille, auch einmal neue Wege zu beschreiten. Und das schöne am Sport: Wir sind niemals am Ende angelangt. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, die wir meistern können. Man muss nur die Augen offen halten!

Neugierig geworden? Wer noch mehr aus der Welt der Triathleten, Läufer und Fitnessblogger lesen möchte, der sollte dringend bei Tri-it-fit reinschauen! Dort berichten weitere Sportblogger über ihren Weg zum Sport und dem Bloggen! „Nachgefragt: Warum treiben Fitnessblogger Sport?“ – eine absolute Leseempfehlung.

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4 Comments

  • Reply
    Lotta
    24. August 2017 at 12:14

    Hey Ann-Kathrin,

    schön wie du schreibst, dass man keine Machine sein muss, um Triathlon zu betreiben. Ich denke, die wenigsten Triathleten können von sich behaupten, ganz vorne mitzumischen. Und darum ist es auch so wichtig, dass Leute wie du und ich da sind und über die Dinge schreiben, die uns anstacheln, motivieren oder auch runterziehen. Die Hardcore-Triathleten wissen sowieso schon alles. Denen brauchen wir nichts zu erzählen. Aber für manche „Normalos“ und vor allem für uns selbst ist es vielleicht wichtig, dass wir es tun – auch wenns nicht ständig ist!

    Viel Spaß beim Sportlen und Bloggen weiterhin,

    Beste Grüße,

    Lotta

  • Reply
    Ariana
    25. August 2017 at 18:33

    Liebe Ann-Kathrin
    Ich habe Deinen Blog durch die Blogparade gefunden – und mag Deinen Schreibstil auf Anhieb! Die Balance zwischen Vollzeitjob, Bloggen und Sport zu halten finde ich oftmals auch sehr schwierig, aber wenn man auf etwas verzichten würde, würde ja schlussendlich auch etwas fehlen 😉
    Liebe Grüsse
    Ariana

  • Reply
    Markus
    28. August 2017 at 16:14

    Hallo Ann-Kathrin,

    Danke für den Einblick in deine Geschichte.
    Ich habe auch durch die Blogparade auf deinen Blog gefunden, jedoch habe ich gleich mal ein Abo auf deinen Feed gemacht 🙂

    Freue mich darauf mehr von dir zu lesen.

    lG
    Markus

  • Reply
    Lieblingsblogs Folge 83 - Coffee & Chainrings
    30. August 2017 at 18:15

    […] Din erzählte uns letzte Woche, warum sie Triathlon macht und aktive Bloggerin ist, Ann-Kathrin griff diesen Artikel auf und schreibt warum sie Triathlon machst und darüber schreibt. […]

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