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September Update: Ich muss meine Zeit besser nutzen!

Eins vorab: Bei mir hat sich in den vergangenen Wochen viel verändert. Uni fertig, neuen Job angefangen und das Training erst einmal hinten angestellt. Doch so langsam geht es wieder los. Mit neuen Plänen, anderen Gewohnheiten und – hoffentlich – besserer Trainingsstruktur.

Eine neue Herausforderung habe ich Mitte September nicht nur beruflich gefunden, sondern auch sportlich. Denn die neuen Gegebenheiten haben mir gezeigt, dass ich eine andere zeitliche Abfolge finden muss, um mein Training in den Alltag integrieren zu können. Während ich in den ersten zwei Wochen schlichtweg keine Lust hatte, abends noch zum Sport zu gehen, da ich so viele neue Eindrucke verarbeiten musste, ist seit dieser Woche wieder geregeltes Training angesagt. Doch wie funktioniert das?

Eigentlich ganz einfach. Während ich bis vor einem Monat noch relativ flexibel meine Tage einteilen konnte, dennoch auf ein Wochenarbeitspensum von circa 50 Stunden kam, arbeite ich nun fest 40 Stunden pro Woche an einem einzigen Arbeitsplatz. Ich wache morgens nicht mehr auf uns muss überlegen: „Wo muss ich heute eigentlich hin?“, sondern ich weiß, wann ich zuhause los muss und wann ich in etwa wieder komme. Für mich ein enormer Gewinn. Ich bin generell weniger gestresst, seit Juni nicht mehr krank gewesen und überhaupt: Ich habe das Gefühl endlich angekommen zu sein. Auch sportlich. Um das Training optimal integrieren zu können, musste ich aber einiges verändern. Ich arbeite deshalb mit einigen fixen Terminen, aber auch mit kürzeren Einheiten als bislang.

Eine Tür schließt sich, die andere öffnet sich!

Dass ich durch meinen neuen Job andere Trainingsmöglichkeiten suchen muss, soll dabei keinesfalls negativ klingen. Ganz im Gegenteil. Im Schnitt habe ich vorher mit Studium, und Nebenjobs deutlich mehr Stunden gearbeitet. Ich konnte mir diese allerdings frei einteilen und bei gutem Wetter auch unter der Woche eine Runde Rad fahren gehen. Nun arbeite ich täglich von 9-18 Uhr und habe eine fixe Mittagspause. Durch meinen neuen Arbeitsplatz haben sich außerdem viele neue Möglichkeiten ergeben. So kann ich beispielsweise in der Mittagspause Laufen gehen und habe eine feste vier Kilometer Runde, sodass ich innerhalb einer Stunde vom Schreibtisch über Umziehen, Laufen und Duschen wieder pünktlich an meinem Schreibtisch zurück bin.

Außerdem habe ich das Schwimmen auf den Morgen verlagert. Zumindest einmal pro Woche. Denn meine Vereinskollegin Connie hat mich überredet, nun immer dienstags um sieben Uhr in der früh mit ihr ins Schwimmtraining zu gehen. Zunächst dachte ich: „Puh, das geht gar nicht!“, zumal ich definitiv keine Frühaufsteherin bin. Doch als ich erst einmal aufgestanden und auf dem Weg war, habe ich mich doch tatsächlich bisschen gefreut. Vor allem habe ich mich auf der Arbeit gefreut, als ich an meinem Schreibtisch saß und wusste: Heute Abend gehst Du nach Hause und Du hast dort nichts mehr zu tun. Gut, außer das bisschen Haushalt.

Go hard or go home!

Und dann gäbe es noch Katrin. Katrin kennt ihr bereits von meinem Rennradurlaub im Allgäu und mit ihr gehen ich nun immer donnerstags zum Sport. Wir treffen uns nach Feierabend direkt an meiner Arbeit, sodass wir nach dem Umziehen direkt starten können. Wir laufen erst zusammen, heute waren es beispielsweise sieben Kilometer, und gehen anschließend in das Vereinskrafttraining von Xenia. Bereits beim ersten Mal war es für mich hart, aber gleichzeitig auch schön. Motivierend, fordernd, manchmal auch zu hart, aber insgesamt erfolgreich. Und ich habe die Befürchtung, dass ich mich morgen kaum noch bewegen kann. Aber wie sagt man so schön: Nur die Harten kommen in den Garten!  Das Gute ist: Xenia hat selbst Erfahrung im Triathlon und kann – im Gegensatz zu vielen anderen Fitnesstrainern – Sportart-spezifisch anleiten.

Nun muss ich nur noch zusehen, dass ich diesen Plan weiterhin verfolge, an der ein oder anderen Stellschraube drehe und auch für das Fahrrad fahren wieder Zeit finde. Voraussichtlich werde ich daher eine Einheit bei Primetime Fitness auf dem Spinnig Rad absolvieren und sofern ich am Wochenende nicht arbeiten muss, den freien Tag auf dem Crosser verbringen. Auch da verabrede ich mich in der Regeln mit einer Freundin. Verabredung ermöglichen es mir, eine gewisse Form der Verbindlichkeit zu wahren. Außerdem, so meine Erfahrung, geht die Zeit einfach schneller rum. Ich kann gleichzeitig trainieren, mir aber auch einen Rat meiner Freundin holen. Und ganz nebenbei ist das Training auch schon erledigt. Ich hoffe, dass ich das Training in den kommenden Wochen weiterhin so durchziehen und meine Leistungen stetig verbessern kann. Denn die nächsten Ziele sind bereits anvisiert. Ich werde Euch sicherlich davon berichten.

Foto: Holger Menzel Photography / privat

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7 Comments

  • Reply
    Katharina
    14. Oktober 2016 at 6:40

    Dein Beitrag trifft bei mir genau ins Schwarze: Ich habe im Oktober angefangen zu arbeiten (erster (Vollzeit)Job nach dem Studium) und muss gerade rausfinden wie und wann ich trainieren – im Moment bin ich einfach immer nur müde und erschöpft…aber das wird sicher besser und ich muss es ja auch noch nicht sofort wissen 🙂
    Viel Erfolg für Job und Sport und die Vereinbarkeit von beidem!

  • Reply
    Endurance Couple
    14. Oktober 2016 at 7:14

    Das klingt nach einer sehr fleißigen und motivierten Ann-Kathrin! Weiter so!!

  • Reply
    Rafael Francisco
    14. Oktober 2016 at 8:48

    Ich kann das als neuer Kollege von Ann-Katrin bestätigen! Ich ziehe vor Ihr und allen die diesen aufwendigen und harten Sport ausüben meinen Hut.Weiter so! GRUß Rafa

  • Reply
    Ann-Kathrin
    14. Oktober 2016 at 11:18

    Ohja .. das kenne ich. Manchmal ist es gar nicht so einfach alles unter einen Hut zu kriegen. Soviel Zeit wie in der Ausbildung hatte ich danach leider nicht mehr. Aber es geht immer irgendwie und hut ab fürs morgens schwimmen!!!

  • Reply
    Miriam Stein
    14. Oktober 2016 at 21:16

    Schöner Text. Wenn erst mal mehr Routine reinkommt im Job, fühlt sich das Training abends oder morgens auch nicht mehr als Zusatzbelastung, sondern eher als ein „Kopf-frei-Bekommen“ an. Ich freue mich schon auf deine neuen Pläne im nächsten Jahr, Challenge Regensburg Anmeldung ist übrigens am 20. Oktober offen …

  • Reply
    Eve
    17. Oktober 2016 at 3:20

    Hallo Ann-Kathrin,
    ich wünsche dir bei deinen Vorhaben und deinem Training viel Erfolg und Durchsetzungskraft. Ich hoffe du kommst gut über den Winter und die Motivation sinkt nicht.
    Liebe Grüße
    Eve

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    Die Achterbahnfahrt durch 2016 – Willkommen 2017! – Triathlove
    1. Januar 2017 at 23:46

    […] im Lot, beruflich läuft es auch und das mit dem Sport pendelt sich auch so langsam wieder ein. So eine Zeit-Umstellung von Freiberufler zu Festanstellung ist doch anstrengender als ich dachte und bedarf auch mehr Zeit, als ich dafür vorgesehen hatte. Ich bin allerdings der Überzeugung, […]

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