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Meine Saison 2016: Längere Strecken, größere Ziele!

Triathlon mache ich seit 2012, bislang auf den kurzen Strecken – Sprint oder Olympisch. In diesem Jahr soll sich das ändern – eine neue Herausforderung muss her: meine erste Mitteldistanz steht an. Um möglichst gut ins Ziel zu kommen, versuche ich mich derzeit bestmöglich mit einem Trainer auf das Ereignis vorzubereiten und absolviere auf dem Weg dorthin einige Wettkämpfe, um meine Form regelmäßig zu testen.

Am letzten Tag des Jahres 2015 absolvierte ich den ersten Formtest. Zehn Kilometer beim Spiridon-Silvesterlauf in Frankfurt – und das mit neuer Bestzeit. Klar, dass diese noch eine Menge Verbesserungspotenzial mit sich bringt, aber so ging ich mit frischer Motivation ins neue Jahr. Ein Jahr mit großen Zielen: dem 70.3 Ironman im Kraichgau. Zum ersten Mal werde ich bei einer Mitteldistanz an den Start gehen. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich jetzt schon ein wenig aufgeregt.

Wegbegleiter Trainer

Um einen Wettkampf, dessen Länge man selbst nur schwer einschätzen kann, möglichst gut vorbereitet und mit Vertrauen in sich selbst absolvieren zu können, muss man sich selbst überlegen, welche Trainingsform für einen am besten ist. Ich setze in der Vorbereitung auf einen Trainer mit viel Erfahrung, der sowohl als Athlet Langdistanzen absolviert hat, aber auch in der Jugendarbeit tätig ist und somit meine Belastungsgrenzen gut einschätzen kann. Als junge Athletin sind diese im Vergleich zu älteren Athleten doch erheblich anders. Das Wichtige dabei: setzt ihr auf einen Trainer, müsst ihr ihm auch das nötige Vertrauen entgegen bringen.

Manchmal ist das aber alles gar nicht so einfach. Sport, Uni, Arbeit, Freund, Familie, Eintracht – und ganz nebenbei möchte ich Euch auch immer mit Geschichten versorgen. Ein weiterer Grund, warum ich auf einen Trainer setze. Er strukturiert für mich das Training, nimmt mir Arbeit ab und passt die Umfänge meinem täglichen Leben an. Man muss seinen Tag zwar trotzdem gut planen, ein fester Plan ermöglicht einem aber auch Freiräume, um nicht auf alles verzichten zu müssen. Aufgrund dessen ist es mir auch möglich, einen Tag am Wochenende bei den Spielen von Eintracht Frankfurt zu verbringen, um Zeit für mich und meine Freunde zu haben, aber auch einfach mal den Kopf freizubekommen. Und das trotz 8-12 Wochenstunden Training, Arbeit, Uni, Freund – ihr kennt das ja, was da alles zusammenkommt. Ich habe aber auch gelernt, wie wichtig es ist, auf meinen Körper zu hören. Fühle ich mich bei all dem Stress müde und ausgelaugt, gönne ich mir auch mal eine Auszeit. Denn was bringt es, auf biegen und brechen eine Stunde zu laufen oder drei Kilometer zu Schwimmen, wenn man am nächsten Tag krank im Bett liegt? Nichts!

Work hard, play hard

Da das Laufen meine größte Schwäche ist, sammle ich über den Winter vor allem viele Grundlagenkilometer. Anfangs war das ziemlich frustrierend, doch mittlerweile trägt die Geduld ihre Früchte. Ich hoffe, dass die große Ernte dann im Sommer stattfindet und ich auch endlich beim Laufen nicht immer das Schlusslicht bin. Besonders wichtig ist mir persönlich aber, dass ich gesund im Kraichgau ins Ziel komme. Ich versuche daher, durch das gezielte und in den Umfängen gesteigerte Training meinen Körper langsam an die längeren Distanzen zu gewöhnen. Denn nur so sehe ich eine Chance, dass selbst ich beim Halbmarathon noch ein Lächeln auf die Lippen bekomme.

Da es einige sehr milde Wochen gab, konnte ich auch einige Radkilometer sammeln. Ganz im Gegenteil zu den vergangenen Jahren, wo mich niemand im Winter aufs Rad bekommen hat. Für mich wieder mal ein Zeichen dafür, dass man sich nach einer gewissen Zeit neue Herausforderungen suchen sollte. Die tägliche Routine und immer die gleichen Wettkämpfe bringen einen nicht weiter, das Training wird schleifen gelassen und vor allem: es gibt so viele schöne Wettkämpfe auf der Welt – sie sind da, um von uns Athleten ausprobiert zu werden 🙂 Für mich gibt es daher aktuell nur eineinhalb Wettkämpfe die ich schon kenne: Nummer eins ist Bruchköbel, bei dem ich noch eine Rechnung offen habe und die halbe Nummer ist Viernheim. Dort bin ich bereits vor einigen Jahren über die Olympische Distanz gestartet, in diesem Jahr wird es aber ein Sprint in der Liga sein, sodass ich zwar die super Organisation und Umgebung kenne, aber die Strecken werden für mich neu sein.

Mein Saisonverlauf in Daten und Zahlen:

28.02. – 10 Kilometer-Lauf im Rahmen der Triathlon-Convention in Langen

19.03. – Halbmarathon beim Gersprenzlauf in Münster – Zielzeit <2h15min (außer die Eintracht spielt an dem Tag :-))

10 Tage Rad-Trainingslager in der Toskana

08.05. – Olympische Distanz beim Barockstadt Fulda-Triathlon

Ende Mai bin ich voraussichtlich unterwegs – Näheres dazu folgt demnächst im Blog 🙂

05.06. – Ironman 70.3 Kraichgau

19.06. – Olympische Distanz Quarterman Bruchköbel

17.07., 27.08. und 04.09. – Hessenliga 2 mit meinen Eintracht-Mädels

Natürlich halte ich Euch über den Verlauf meiner Saison auf dem Laufenden!

Photocredit Beitragsbild: Christian Cardinahl – www.art-tack.de

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7 Comments

  • Reply
    Patrick ツ (@sportingmunich)
    11. Februar 2016 at 12:10

    Kleiner Hinweis zu Beginn, da hat sich direkt im ersten Satz ein kleiner Fehler eingeschlichen „Triathlon mache seit 2012“.

    Toll geschrieben, tolle neue Herausforderungen. Ich sehe das genauso, denn mittlerweile versuche ich jedes Jahr etwas „neues“ zu machen und auch mal andere Städte, andere Veranstaltungen und andere Distanzen. Neben der Premiere dieses Jahr auf der Mitteldistanz, werde ich auch bei der Langdistanz in Roth dabei sein. Mir schlottern da ebenfalls die Knie. Vor dem Laufen mache ich mir allerdings am wenigstens Sorgen 😉

    Ich wünsche Dir für diese tollen Events viel Kraft, Motivation und natürlich auch Gesundheit. Eventuell starte ich auch in Kraichgau, aber der Preis und die Entfernung schrecken mich ab. Werde daher wohl beim Chiemsee Triathlon am Start stehen. Werde Dein sportliches Jahr hier natürlich weiter verfolgen 🙂

    • Reply
      annkathrinernst
      11. Februar 2016 at 12:14

      Danke dir für den Hinweis! Direkt geändert 🙂 Du weißt ja, wie das manchmal ist – man wird betriebsblind und überliest Fehler, weil man den Text quasi in und auswendig kennt.

      Würde mich freuen, wenn Du im Kraichgau da bist, dann können wir uns mal treffen! Kann das aber mit dem Preis verstehen. Normalerweise setze ich auch eher auf vereinsorganisierte Wettkämpfe, hoffe aber, dass ich im Kraichgau durch den Eventcharakter weniger in ein „Loch“ falle, wenn es mir vielleicht nicht so gut gehen sollte 🙂 Dir viel Spaß in Roth, da wollte ich hinfahren – mal sehen ob es klappt!

      • Reply
        Patrick ツ (@sportingmunich)
        12. Februar 2016 at 9:52

        Gerne und ja, das kenne ich natürlich auch. Bin auch immer froh über Hinweise auf Fehler in meinem Blog.

        Kraichgau steht im Moment 60/40 das ich teilnehmen werde, schon alleine weil ich es als Vorbereitung gut gebrauchen kann und der Termin auch optimal liegt. Es könnte also mit einem Treffen klappen. Werde aber frühzeitig Bescheid geben bzw. Du wirst es ja dann auf Twitter oder evtl. im Blog lesen 😉 Vielen Dank! In Roth könnte ich natürlich jede Unterstützung gut gebrauchen!

  • Reply
    tri2gether
    11. Februar 2016 at 14:33

    Schöner Bericht, wir standen genau letztes Jahr vor dieser Herausforderung 😉 und es war die beste Entscheidung. Die Mitteldistanz ist wunderbar 😉 (nicht alles so schnell vorbei :D)
    Viel Erfolg für die nächste Saison vielleicht sieht man sich bei dem ein oder anderen Event 😉

    Liebe Grüße

  • Reply
    Claudi
    14. Februar 2016 at 11:20

    Hallo!
    Gerade habe ich festgestellt, dass wir letztes Jahr offenbar gemeinsam beim Silvesterlauf am Start waren und in diesem Jahr den 70.3 Kraichgau anpeilen. Vielleicht sehen wir uns auf dem Weg dahin ja mal? Oder am Bikeday im Kraichgau? Die Welt ist schließlich ein Dorf.
    Viel Erfolg beim Training wünsche ich Dir! Bleib gesund… 🙂
    Viele Grüße,
    Claudi

    • Reply
      annkathrinernst
      14. Februar 2016 at 11:26

      Hallo Claudi! Ja, das stimmt. Habe ich auch schon festgestellt. Und wir kommen noch aus der gleichen Gegend 😉 den Bikeday werde ich voraussichtlich nicht nutzen, sondern mal mit einer Freundin hinfahren und in Ruhe die Strecke anschauen. Das ist für mich weniger stressig und besser, da ich nicht auf andere, sondern nur auf mich achten muss 🙂
      Danke, die Wünsche kann ich nur zurückgeben 🙂

  • Reply
    Daniel
    12. März 2016 at 22:41

    Viel Erfolg für die Saison wünsche ich Dir, dieses ganze Triathlonzeug kann zwar nicht wirklich gesund sein aber ich bin ja nicht Mutter Theresa 🙂

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