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Läuft bei mir? NICHT!

Ich weiß, dass es – vor allem bei Sportlern – Höhen und Tiefen gibt. Und es gibt Phasen, die laufen nicht so, wie sie sollen. Bei mir waren die vergangenen acht Wochen alles andere als einfach und manchmal hätte ich am liebsten das Handtuch geworfen. Ein Update.

Seit Anfang Juni habe ich Euch kein Update mehr geliefert, wie es eigentlich bei mir sportlich gerade läuft. Einerseits, weil ich zwei Wochen im Urlaub war und andererseits, weil es einfach nur beschissen lief. Ihr erinnert Euch vielleicht noch, dass ich krankheitsbedingt den Start bei meiner ersten Mitteldistanz absagen musste. Stattdessen bin ich beim Sprint in Darmstadt an den Start gegangen.

Da ich vom Start auf der Mitteldistanz ausgegangen war, hatte ich den Erholungsurlaub im Anschluss bereits geplant und dachte mir, dass diese Auszeit auch dringend nötig war. Ich hatte meine Laufschuhe zwar eingepackt, doch große Lust auf Laufen hatte ich nicht. Immer noch etwas kaputt von den letzten Wochen, war es bereits morgens so heiß, dass Laufen einfach keinen Spaß gemacht hat. Aber gut, eine Pause Mitten in der Saison schadet bei meinem Leistungsvermögen sowieso nicht.

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Gut gelaunt beim 10 Freunde Triathlon.

Zurück in Deutschland

Eine Freundin fragte spontan, ob nicht jemand Lust hätte, beim Frankfurter 10 Freunde Triathlon einzuspringen. In meinem Urlaubs-Leichtsinn dachte ich: Warum eigentlich nicht? Also kam ich donnerstags aus dem Urlaub zurück und stand bereits sonntags beim Triathlon an der Startlinie. Das Schwimmen und Rad fahren lief auch super, über das Laufen brauchen wir nicht reden. Doch bereits einige Tage später merkte ich, dass eine erneute Erkältung im Anflug ist. Zunächst dachte ich zwar, ich hätte sie noch rechtzeitig abgewendet. Pustekuchen! Während ich die ersten Tage sogar im Bett verbringen musste, hielt sich der Husten hartnäckig. Wieder zwei Wochen ohne Training.

Stehauf-Männchen-Mentalität

Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, wie frustrierend das ist. Ständig pausieren, wieder einen Anfang finden und immer von Neuem Form aufbauen. Nie die Möglichkeit, einfach mal kontinuierlich zu trainieren. Lieber Körper, es nervt! Naja, so ist das eben als Sportler. Mal geht es auf, mal geht es ab. Bei dem einen läuft es besser, bei dem anderen schlechter. Bei mir läuft es eben schlechter – oder sagen wir besser „nicht ganz optimal“. Wenn ihr Euch fragt, warum ich so häufig krank bin: Das hat womöglich viel damit zu tun, dass ich ständig unterwegs bin und damit nicht nur Stress, sondern beispielsweise auch Klimaanlagen ausgesetzt bin. Dies macht es ungemein schwieriger, das Immunsystem aufrecht zu erhalten.

Weil Du es liebst…

In den vergangenen Wochen habe ich gelernt, mich zu entspannen, denn es gibt wichtigere Dinge als Sport und ab und zu zu fragen: Warum mache ich diese Sportart eigentlich? Der amtierende Langdistanz-Weltmeister Jan Frodeno hat es einmal ziemlich treffend formuliert: „Ob Du Profi bist oder Amateur, das Wichtigste ist, es nie zu vergessen, dass Du es tust, weil Du es liebst.“ Ein so simpler Satz, den wir nicht vergessen sollten. Egal in welcher Situation wir sind, ob es gerade gut oder schlecht läuft. Die meisten von uns sind immer noch Hobbysportler. Wir machen den Sport als Ausgleich zur Arbeit oder Uni, lenken uns von alltäglichen Problemen ab oder benutzen Laufen, Schwimmen oder das Radfahren als Ventil. Warum also gerade in diesem Bereich in Stress verfallen? Ich muss mich einfach damit abfinden, dass es so ist, wie es ist. Ändern kann ich es jetzt sowieso nicht mehr. Aber vielleicht war es ja auch für irgendetwas gut. Wir werden es sehen.

Wie es bei mir trotz der vielen Auf und Abs weitergeht? Ich werde auf jeden Fall noch eine Mitteldistanz und einige andere Wettkämpfe in Angriff nehmen. Welche das sind? Das verrate ich Euch in den kommenden Tagen. Bis dahin, happy training!

Fotos: Rüdiger Jeske

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2 Comments

  • Reply
    Wie geht’s weiter? Erlanger Triathlon – ich komme! – Triathlove
    18. Juli 2016 at 23:32

    […] Die letzten Wochen liefen ja mal wieder so Lala. Aber was soll’s. Ändern kann ich das ja sowieso nicht. Ich nehme es jetzt, wie es ist und freue mich auf einen tollen Wettkampf. Mit meiner Trainingspartnerin Angela und meiner Freundin Isa habe ich bereits tolle Unterstützung mit an Bord. Das Training läuft in den letzten Tagen auch wieder besser. Zwar waren die Radeinheiten am Wochenende ziemlich hart und die Kraft aus dem Mai fehlt noch etwas, aber ich blicke positiv in Richtung Erlangen. Bei mir geht es nicht um irgendwelche Zeiten, sondern nur um das Ankommen. Ankommen und hoffentlich noch ein Lächeln auf den Lippen haben. Ich stelle mich auf gut sechs Stunden ein, wenn es mehr sind, dann ist das eben so. Aber ich werde ankommen – irgendwie. Ich möchte dabei Spaß haben und den Wettkampf versuchen zu genießen. Denn wie ich letztens schon geschrieben habe: „Das Wichtigste ist, es nie zu vergessen, dass Du es tust, weil Du es liebst!“ In diesem Sinne – ich halte Euch auf dem Laufenden! […]

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    Nein, ich bin nicht aufgeregt. Sollte ich das etwa sein? – Triathlove
    27. Juli 2016 at 16:40

    […] verrückt machen? Richtig, es gibt keinen Grund. Ich habe in den letzten Wochen gut trainiert und bin vor allem gesund geblieben. Ich habe den Stress minimiert und meine vorhandene Zeit gut genutzt. Das letzte […]

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