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Daniel Klarkowski: „Noch größer als meine Laufliebe ist mein Entdeckergeist“

Daniel Klarkowski beim Straka MyMile Fastest Berlin.

Neugier hat ihn zum Triathlon gebracht: Daniel Klarkowski. Auf www.sports-insider.de berichtet er regelmäßig über sein Leben als Sportler. Im Interview spricht der begeisterte Sportler unter anderem über seine Trainingsroutine, seine Ziele und warum ein Marathonläufer nicht weit vom Triathlon entfernt ist.

Ann-Kathrin: Daniel, Du bist ein erfahrener Läufer und hast auch schon das ein oder andere Mal an einem Triathlon teilgenommen. Wie kam es dazu?

Daniel: Mein Herz hängt zwar am Laufen, aber noch größer als meine Laufliebe ist mein Entdeckergeist. Deshalb suche ich mir immer wieder neue Themen und Projekte, die mich interessieren und bei denen ich meine eigenen Erfahrungen sammeln will. Gerade bei Marathonläufern ist der Übergang zum Triathlon ja nicht ungewöhnlich, weil die Faszination für den Ausdauersport und die nötigen Konditionsgrundlagen ja meist schon vorhanden sind. Bei mir war es vor allem die Neugier, aber auch die Freude am Radfahren, die ausschlaggebend war. Ich musste also eigentlich nur noch das Thema Schwimmen auf die Reihe bekommen.

In einem deiner Artikel schreibst Du, Du seist erfolgreich „trifiziert“ worden. Wie darf ich das verstehen? 

Als Marathonläufer kenne ich das von vielen Erstlingen beim Marathon, wenn sie den ersten gefinished haben. Entweder man macht es nie wieder oder es ist der Beginn einer großen Marathonleidenschaft und nur der erste von vielen noch folgenden Marathons. Ähnliches wurde mir für den Triathlon prophezeit. Und ja, es hat mich erwischt und ich werde es immer wieder tun! Mein Erstling war ja die olympische Distanz beim Berlin Triathlon, der mich so begeistert hat, dass ich dann gleich noch den Templin Triathlon in meinen Wettkampfkalender gequetscht hatte. Wie ich jemals eine Langdistanz schaffen soll, ist mir aus heutiger Perspektive aber noch schleierhaft.

Die neue Saison kann kommen…

Auch für 2018 hast Du wieder einen Triathlon in deinen Wettkampf-Kalender aufgenommen. Wo werden wir dich an der Startlinie sehen können?

Ich wage mich in diesem Jahr erstmals auf die Mitteldistanz und starte beim BerlinMan im September. Ich wollte eigentlich noch in Hamburg starten, habe aber die Anmeldung verpasst und jetzt ist schon alles ausverkauft und spiele daher mit der Challenge in Prag als neue Option. Zusätzlich werde ich wahrscheinlich noch bei kleineren regionalen Events starten, muss das aber noch mit meinem Wettkampfkalender synchronisieren.

Wie sieht deine Trainingswoche aus? Arbeitest Du auch mit einem professionellen Trainer zusammen oder bist Du eher der Typ „nach Lust und Laune“?

Ich trainiere nach wie vor marathonspezifisch und versuche generell meine Fitness und Ausdauer auf einem hohen Niveau zu halten. Dabei trainiere ich sowohl individuell, nehme aber auch mehrmals wöchentlich am Training von GoToRun teil. Das Trainerteam aus Diana Lehmann und Piet Könnicke haben beide in ihrer Karriere Beeindruckendes geleistet und liefern auch heute noch Spitzenzeiten. Piet ist beispielsweise im letzten Jahr in Frankfurt den Marathon in 02:38:46 gelaufen – wohlgemerkt in der AK45. Piet ist es auch, der mir immer in den drei Monaten vor Wettkämpfen spezifische Trainingspläne zusammenstellt. Das Radfahren und Schwimmen lässt sich dabei sehr gut mit dem Lauftraining verbinden. Ein Interview mit ihm findet ihr übrigens hier.

Motivation und Magazin

Wie motivierst Du dich, gerade jetzt im Winter, für deine Trainingseinheiten?

Speziell in diesem Winter fällt es mir besonders leicht, da wir bisher weitgehend milde Temperaturen hatten und eigentlich kaum unter Null lagen. Besonders der Untergrund macht mir sonst im Winter teilweise zu schaffen, da ich mich nicht auf glattem, matschigen oder gefrorenen Boden verletzen will. Aber auch wenn die Wetterbedingungen herausfordernder sind, bin ich aus diesen Motivationspunkt schon lange herausgewachsen. Früher machte ich noch eine Winterpause, aber seit ein paar Jahren trainiere ich durch und fahre nur im November und Dezember etwas herunter, um mehr Zeit für die Familie und andere Dinge als Sport zu haben und um dem Körper mal eine echte Regenerationspause zu gönnen. Meine Motivation ziehe ich hauptsächlich aus dem Leistungsgewinn, den ich durch das Wintertraining bekomme. Denn wenn die Winterpausierer sich dann im Frühling wieder bei den Wettkämpfen und auf den Laufstrecken blicken lassen, sind alle anderen klar im Vorteil.

Auf www.sports-insider.de schreibst Du nicht nur über das Laufen und deine Erlebnisse im Triathlon.. Was erwartet die Leser auf deiner Seite?

Das Besondere beim Sports-Insider ist der Mix aus Magazin und Blog. Ich berichte einerseits neutral über Neuigkeiten, die für Ausdauersportler und mich relevant sind. Andererseits berichte ich von meinen ganz persönlichen Eindrücken von Wettkämpfen, Trainingsmethoden und probiere auch vieles selbst aus und verarbeite meine Eindrücke dann in Erfahrungsberichten und Testberichten. Meine Social Media Kanäle und allen voran Instagram sind eher eine Art Trainingstagebuch, wo ich Einblicke in meine Trainings, meine Ernährung und natürlich auch in die Wettkämpfe gebe.

Du hast in deiner sportlichen Laufbahn schon ziemlich viele Wettkämpfe erlebt. Was war für dich ein besonderes Highlight?

Das stimmt. Allein im letzten Jahr habe ich wieder 18 Medaillen eingesammelt und war beim Schreiben meines Jahresrückblicks selbst ganz überrascht, wie viel es wieder geworden ist. Allerdings bin ich in der Region Berlin-Brandenburg auch mit vielen erstklassigen Events gesegnet und da kann man aus dem Vollen schöpfen. Meine Highlights sind meist die internationalen Events, wo sich das Entdecken einer neuen Stadt, einer neuen Sport-Community und der lokalen Kulinarik mit den Eindrücken des Wettkampfes mischt. Ganz klar war der New York Marathon im letzten Jahr ein Highlight, aber auch London und Mailand hatten ihre schönen Seiten.

Ich wünsche dir für die kommenden (sportlichen) Herausforderungen viel Erfolg, natürlich auch Gesundheit und vor allem viel Spaß!

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1 Comment

  • Reply
    Maik Löwe
    9. Februar 2018 at 19:13

    Schönes Interview. Das spezifische Marathontraining und das Trainieren für eine Mitteldistanz, stelle ich mir schwierig vor. Der New York Marathon ist auch ein Traum von mir.

    Gruss Maik

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